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Der Taufstein Als Kapellenvorsteherin und Küsterin fühle ich mich für die Kirche und das Inventar verantwortlich und ich bin fest davon überzeugt, dass ein Gast bei seinem Besuch keine Möbel verrücken sollte, auch nicht in einer öffentlichen Kirche. Entsprechend unangenehm überrascht war ich deshalb, als ich die Kirche nach einer Chorprobe betrat. Als ich dann auch noch den Eintrag eines Chormitgliedes im Gästebuch der Kapelle las, in dem die schöne Probe gelobt wurde, musste auch ich meine Gedanken zu dieser Begebenheit kundtun und meinen Unmut über dieses Benehmen äußern. Als ich den Kommentar in das Gästebuch schrieb, wusste ich, dass meine Meinung nicht von allen akzeptiert werden würde. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass so vielen Menschen das Verständnis und die Toleranz fehlen. Der Eintrag führte zu großer Aufregung. Und selbst die Menschen, die mir anfangs sachlich Recht gegeben hatten, wechselten unter dem Druck des kräftigen Protestes ihre Meinung. Die Gästebuch-Seite mit dem „zu moralischen“ Eintrag wurde entfernt und alle ließen mich spüren, dass mein Verhalten gegen alle Konventionen verstoßen hatte. Ich bin kein Mensch, der gerne und viel redet, aber ich lasse mir dennoch nicht den Mund verbieten. Folgendes Zitat, das Voltaire zugeschrieben wird, sollten vielleicht auch andere beherzigen:  „Ich missbillige, was du sagst, aber ich würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es sagen zu dürfen.“ Und für alle, die sich auch gerne selbst eine Meinung bilden und nicht nur auf Gerüchte hören, folgt hier der Originaltext meines Gästebuch-Eintrages, der entfernt wurde: „Ich hatte mich für das Konzert des Bonaforther Gesangvereins in der Kapelle ausgesprochen, weil mir die Gemein- schaft im Ort wichtig ist und sich in einem kleinen Dorf alle miteinander und füreinander engagieren sollten. Was ich aber heute hier sehe, entsetzt mich sehr: Stühle direkt vorm Altar und der Taufstein zur Seite gerückt. Dieses ist noch immer ein Gotteshaus und kein Clubraum! Wer für seinen Auftritt das Ambiente einer alten und ehrwürdigen Kapelle nutzen möchte, sollte auch genug Sensibilität besitzen, respektvoll und bedacht mit dieser Kirche – sowohl als Gebäude, als auch als Ort des Gebets – umzugehen.“ Die entstandenen Kratzer auf den Sandsteinplatten konnten im Gegensatz zu der Gästebuch-Seite bisher nicht entfernt werden – das ist dann wohl wieder die Angelegenheit der Küsterin…                                                                                                                                                             Oktober 2011                                                               Nachtrag: Die Kratzer auf dem Fußboden führten zu dem Vermerk                                                                im Bericht der letzten Baubegehung, dass der Taufstein nicht                                                                verschoben werden soll. Es gibt anscheinend doch noch Menschen                                                                 (zumindest außenstehende), die den sachlichen Aspekt meiner                                                                Meinung teilen.